Cookies und WordPress – alles was du wissen musst!

Seit einigen Monaten begleiten uns die allgegenwärtigen Pop-Ups und Einblendungen, mit denen wir auf die Nutzung von Cookies auf der gerade besuchten Seite hingewiesen werden. Was es damit auf sich hat und wieso das auch für dich interessant sein könnte, haben wir hier einmal aufgeschlüsselt.

Was sind eigentlich diese „Cookies“?

Bei manchen Menschen könnte es passieren, dass sie beim Wort “Cookies” zunächst an leckere Kekse mit Schokoladenstücken denken und weniger an ihre Webseite (und mir geht das auch oft so 😉 ). Wenn jemand allerdings außerhalb des Kontextes von Kaffeekränzchen und Süßwaren von Cookies spricht, meint er etwas ganz Anderes: Ein Cookie ist eine Textdatei, die Daten über besuchte Webseiten speichert. Diese Datei wird von der Webseite, die du besuchst, auf deinem Computer gespeichert. Je nach Browser kann das eine Datei pro Seite oder aber eine Sammel-Datei für alle Seiten sein (das ist z.B. bei Firefox der Fall).

Cookies speichern eine Art „Benutzerprofil“ von dir, also Dinge wie deine bevorzugte Sprache und andere Seiteneinstellungen.

Was ist das Gute für den Nutzer?

Für den Nutzer besteht der positive Effekt darin, dass er beim zweiten Besuch einer Webseite sofort seine gewünschten Einstellungen vorfindet. Das kann die ausgesuchte Sprache sein, aber auch die Login-Daten.

Das macht es natürlich recht komfortabel: Wir müssen uns nicht erneut mühsam durch alle Einstellungen klicken und alle Informationen eingeben, damit die Seite wieder wie gewohnt funktioniert.

Wo kann es Probleme geben?

Nicht umsonst heißt es in der Internetwelt: Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit gehen schlecht zusammen. Wir bezahlen das angenehme, bekannte Surfen auf den Webseiten damit, dass Cookies uns in vielen Fällen persönlich identifizierbar machen. Das ist dann der Fall, wenn wir Email-Adressen eingeben, unsere Adressdaten oder auch einfach, wenn wir durch einen Online-Shop surfen. Die Produkte, die wir uns ansehen, werden ebenfalls gespeichert, damit wir beim nächsten Mal sofort ein auf uns zugeschnittenes Angebot erhalten können.

Wie kann ich als Nutzer die Verwendung von Cookies einschränken?

In den Standardeinstellungen der Browser ist es in der Regel so, dass du von der Speicherung und dem Abrufen von Cookies gar nichts mitbekommst. Die Dateien werden unbemerkt gespeichert und bei einem erneuten Besuch von bekannten Seiten übermittelt der Internetbrowser die gespeicherten Cookie-Informationen.

Willst du das ändern, kannst du die Einstellungen deines Browsers ändern. 

Hier sind die Links zu Anleitungen für die verschiedenen Browser:

Was bedeutet das für mich als Webseiten-Betreiber?

Wie du sicher schon bemerkt hast, haben viele Betreiber bereits die Anzeige von Cookie-Hinweisen in ihre Seite eingefügt. Warum ist das so?

Die „Cookie-Richtlinie“

Schon 2009 wurde von der EU die „E-Privacy-Richtlinie 2009/136/EG“  verabschiedet, deren Ziel es war, dass nicht notwendige Cookies nur mit dem Einverständnis der Benutzer eingesetzt werden dürfen. Dabei ging es besonders um sogenannte Werbe-Cookies, welche dazu dienen, Werbung anhand von Nutzerprofilen personifiziert anzuzeigen.

Die Datenschutzerklärung

In Deutschland war es bereits vor der Cookie-Richtlinie üblich, den Hinweis auf die Cookies in der Datenschutzerklärung unterzubringen (wie es vermutlich auch alle von uns getan haben). Daher haben sich viele Onlineanbieter bisher darauf gezählt, dass dies auch weiterhin ausreichend ist.

Dann kam Google

Dann die Cookie-Hinweise plötzlich doch aus allen Löchern geschossen kamen, liegt an Google. Google ist daran gelegen, dass die Cookie-Hinweise durchgesetzt werden, damit keine noch härteren Gesetze erlassen werden – als vorbeugende Maßnahme.

Daher möchte Google für alle Webseiten, die Google AdSense oder DoubleClick einsetzen einen Cookie-Hinweis sehen. Momentan gibt es also noch keine Pflicht bei Analytics oder AdWordsRechtsanwalt Schwenke  hält die Wahrscheinlichkeit allerdings für hoch, dass die Pflicht von Google in Zukunft auch auf diese Dienste ausgeweitet wird.

Was also tun?

Ein Hinweis auf die Nutzung von Cookies in der Datenschutzerklärung ist in jedem Fall ein Muss. Falls ihr da noch nichts habt, schaut mal z.B. bei eRecht24 vorbei.

Der Cookie-Hinweis selbst ist keine grundsätzlich bestehende Pflicht, muss aber bei Nutzung von Google AdSense, DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange in jedem Fall verwendet werden. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass Google in Zukunft für alle seine Dienste einen Cookie-Hinweis fordern wird, sodass eine Implementierung auch jetzt schon Sinn macht.

Cookie-Hinweis einbinden

Um den Cookie-Hinweis auf deiner WordPress-Seite einzubinden, gibt es verschiedene Plugins. Momentan sind wir hier noch in der Testphase und werden euch auf dem Laufenden halten, welches unsere Favoriten werden. Welches Plugin benutzt ihr und könnt ihr empfehlen? 

Hinweis:

Wir haben alle Informationen nach bestem Wissen zusammengetragen. Da wir keine Anwälte sind, können wir für die Angaben keine Gewähr übernehmen. Wenn ihr euch mit dem Thema weitergehend befassen wollt, empfehlen wir euch folgende Seiten:

2 Antworten
  1. Oliver
    Oliver says:

    Zusätzlich muss der Cookie Hinweis so angebracht sein, dass er nichts Wesentliches wie Impressum Link etc verdeckt. Auch wenn es spitzfindig ist, aber diese Hinweise müssen zwingend beim Aufrufen der Seite anklickbar sein.

    Antworten

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