Darum contribute ich zu WordPress!

Birgit Olzem fragte kürzlich in einem Tweet, was unsere Motivation ist, um am Open Source Projekt „WordPress“ als Volunteer mitzuarbeiten.

Und wie kann man das nachhaltiger beantworten als in einem Blogartikel!?!

Giving Back

Vielen Usern ist es nicht bewusst, aber WordPress.org ist eine Open Source Plattform, die vor allem von Freiwilligen weiterentwickelt wird. Diese Mitwirkenden nennt man auch Contributer.

Das heißt, dass alle die WordPress.org als Blogplatform, für die Unternehmensseite oder auch als Freelancer oder Agentur für Kunden einsetzen, kostenlos von der Arbeit tausender Contributer profitieren und ihre Einnahmen generieren.

Natürlich muss sich nun niemand gezwungen sehen an WordPress als Contributer mitzuarbeiten, aber es ist doch schön, wenn man etwas zurückgeben kann. Vor allem wenn man WordPress einen großen Teil seiner Einnahmen verdankt.

Das Web ein bisschen besser machen

Rund 28% aller Webseiten weltweit nutzen WordPress. Das ist eine enorme Anzahl an Webseiten. Wenn man also an WordPress mitwirkt und auch nur eine kleine Sache verbessern kann, dann hat dies Auswirkungen auf 28% des Webs. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn ein Ticket, an dem man mitgearbeitet hat gelöst und in WordPress eingebunden wird.

Mein persönliches Highlight war, als der „Weiterlesen-Link“ in der Blogansicht für Screen-Reader-User barrierefrei gemacht wurde.

Ein Großprojekt momentan ist natürlich der neue Editor „Gutenberg“. Durch das Mitwirken an diesem Projekt kann man das zukünftige WordPress maßgeblich mit gestalten. Falls du also Lust auf Contributen bekommst, installier dir einfach das Gutenberg Plugin, teste es und erstelle zu Problemen die du findest „Issues“ in dem Github Projekt von Gutenberg.

Eigene Skills verbessern

Man kann unglaublich viel lernen, wenn man an WordPress contributet, denn man arbeitet mit sehr talentierten Menschen zusammen, die auch noch bereit sind ihr Wissen zuteilen und weiterzugeben und neue Contributor aufzunehmen.

Je mehr ich contribute, desto mehr lerne ich auch über Zusammenhänge, Best Practices und das Gesamtbild von WordPress kennen und werde besser in meiner täglichen Arbeit.

Finde deine Passion

Es gibt viele Teams und Bereiche in denen man aktiv werden kann. Es braucht zwar manchmal eine Weile, bis man „sein“ Team gefunden hat, aber diese Suche gibt einem die Möglichkeit die eigenen Stärken und Interessen auszuloten.

Durch das Contributen an WordPress bin ich zur Barrierefreiheit (Accessibility) gekommen, die mittlerweile eine große Leidenschaft geworden ist. Durch das Arbeiten und Mitwirken in dem WordPress Team „Accessibility“ lerne ich immer mehr dazu, werde besser und verbessere gleichzeitig WordPress in Accessibility-Aspekten. I love it :-)

Das gleiche gilt für das Team „Design“ wo ich durch das contributen sehr viel über User Experience (UX) lerne und auch in dieser Hinsicht WordPress verbessern kann.

In WordPress gibt es so viele Teams und Aufgaben an denen man mitarbeiten kann. Dafür muss man auch nicht zwangsläufig coden oder designen können oder ein WordPress-Experte sein.

Wenn du mal reinschnuppern willst, die Liste aller Teams zum contributen findet man auf in der WordPress Teamübersicht.

Open Source + Free Publishing

WordPress kann von jedem Menschen genutzt werden um einen Blog oder eine Webseite aufzusetzen und somit hat jeder die Möglichkeit die eigene Meinung zu publizieren, eine Stimme zu bekommen und die eigenen Projekte zu starten.

Die Freiheit zu haben die eigenen Ideen umzusetzen, seine Geschichte zu erzählen oder sein Business unkompliziert zu starten und umzusetzen, sind für mich mit die wichtigsten Punkte, warum ich WordPress liebe und gerne daran mitarbeite.

 

Community + Code of Conduct

Die WordPress-Community ist einfach der Hammer! Anders kann ich es nicht ausdrücken!

Bei meinem allerersten WordCamp in Köln 2015 war ich noch unsicher, wie die Leute auf einem WordCamp so drauf sind und miteinander umgehen und ja ich hatte auch tatsächlich etwas Scheu alleine hin zu gehen (obwohl ich ja nicht gerade schüchtern bin :-) ). Aber mit so einer offenen, freundlichen Willkommenskultur habe ich nicht gerechnet.

So viele tolle und großartige Menschen habe ich inzwischen auf WordCamps kennen gelernt.

Jeder und Jede ist willkommen, Wissen und Know-how wird bereitwillig geteilt und Respekt, Gleichstellung und Integration jeder Person ist ein wesentlicher Bestandteil der WordPress-Community.

Als Community haben auch wir einen „Code of Conduct“.Das sind Verhaltensregeln, zu deren Einhaltung wir uns als Community verpflichten haben.

Das Schöne ist, dass es sie nicht einfach nur auf Papier gibt und herausgeholt werden, wenn es einen Streitfall gibt, sondern dass die meisten von uns sie wirklich leben, offline wie auch online und es einen regen Austausch und Diskussionen darüber gibt.

Zudem geht die Unterstützung und der Zusammenhalt der Community weit über WordPress hinaus.

Vor dem WordCamp London 2017 wurde mir mein Rucksack, samt Mac, Kreditkarten, Geld, und vielen vielen weiteren Dingen, gestohlen.

Einen Tag später hatte ich einen neuen Mac (Danke Bernhard!!!), Geld, Oyster Card und alles was ich noch so brauchte von der Community erhalten. So viel Support wie in diesen Tagen habe ich wirklich selten erfahren. Danke nochmal an alle – ihr wart der Hammer!

Viele Contributer sind inzwischen zu echten Freunden geworden, die ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte.

Bernhard und ich haben über die Community auch eine Podcast-Folge für unseren „capital_P_odcast“ aufgenommen. Wer mal reinhören will, kann einfach auf den Play-Button klicken.

CP002 – Die WordPress-Community

zu den Shownotes des Podcasts ->

 

Fazit

Ich liebe es an WordPress mitzuwirken und es ist mittlerweile ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Ich lerne so viele Skills, kann wirklich etwas bewirken, gebe etwas zurück und lerne auch noch tolle Leute kennen. Achja und durch die vielen WordCamps lerne ich natürlich auch noch neue Orte kennen.

 

Und um diesen Artikel abzuschließen:

„We are WordPress – we are Community!“

 

 

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