So war das erste Female WordPress Meetup in Berlin

Letzte Woche habe ich das erste Female WordPress Meetup in Berlin organisiert.

Im Vorfeld gab es relativ viele Diskussionen darüber ob man ein WordPress Meetup extra für Frauen braucht oder nicht und ob es konform geht mit dem WordPress-Codex, der besagt, dass WordPress für alle offen sein soll. Ich habe viel Feedback dazu bekommen,  viele positiv, ein paar nachdenkliche und ein paar Gegenstimmen bezüglich des Meetups. 

Nach Absprache mit der WordPress Community fand das Female Meetup dann aber statt und ich wollte einfach mal berichten wie es lief.

So war das erste Female Meetup

Zu dem Meetup haben sich insgesamt 25 Frauen angemeldet und ca. 18 Frauen waren dann tatsächlich bei dem Meetup (ein paar haben kurz vorher abgesagt, was ja normal ist.) 

Was ich vor allem gut fand, war, das ca. 60-70% der Teilnehmerinn „First Time Members“ waren, das heißt sie waren vorher noch nie auf einem WordPress-Meetup gewesen. 

Das Meetup selbst empfand ich als einen vollen Erfolg und es war ein super toller Abend. Erst haben sich Alle vorgestellt und erzählt wie sie mit WordPress arbeiten und später haben sich kleinere Gruppen gebildet, die Laptops wurden herausgeholt und es wurde aktiv an WordPress und Problemen gearbeitet. 

Natürlich habe ich auch gefragt was die Beweggründe waren zum Female Meetup zu kommen (und nicht zum regulärem Meetup). Die Gründe waren vor allem, dass die, die noch nie bei einem Meetup dabei waren eine „Nerd-Veranstaltung“ erwartet haben und bei einigen anderen war schlicht die Motivation nicht groß genug zu einem regulärem Meetup zu gehen. 

Bei denjenigen, die schon bei einem Meetup dabei waren, gab es manchmal das Gefühl, etwas unter zu gehen in der großen Gruppe und die Befürchtung das Einsteiger-Fragen nicht so willkommen seien. Daher gab es die Hürde Fragen überhaupt erst zu stellen.

Auf die Frage, warum sie nun zum Female Meetup gekommen sind, kamen vor allem die Antworten, dass sie sich vernetzen wollen mit anderen  WordPress-Entwicklerinnen und -Designerinnen, aber auch dass sie sich einen geschützten Bereich wünschen, um Fragen zu stellen, ohne doof da zu stehen. 

Wie geht es nun weiter mit dem Female Meetup? 

Es wurde natürlich auch angesprochen, ob es auch in Zukunft das Female Meetup gehen soll und falls ja in welcher Form. Geeinigt haben wir uns darauf, dass alle zwei Monate ein Female Meetup (neben dem reguärem montalichen Meetup).

Die Designerei hat sich bereit erklärt uns weiter hin zu beherbergen. Vielen lieben Dank dafür! <3 <3 <3 

Auch das Thema, ob es „Female only“ sein soll oder aber auch für Männer zugänglich gemacht werden soll wurde besprochen. Es gab eher das Stimmungsbild, es als „Female Only“ Veranstaltung zu belassen und es nicht zu „verwässern“. Aber auch eine +1 Regelung für Männer wurde als akzeptabel angesehen. Dies werde ich nun mit der WordPress-Community abstimmen, wie das Female Meetup gestaltet werden soll.

Konkurrenz zum regulären Meetup?

Im Vorfeld gab es einige Bedenken, ob das Female Meetup dem regulärem Meetup Konkurrenz macht und nun gar keine Frauen mehr zum regulärem Meetup kommen würden. Gestern hatten wir wieder unser reguläres Meetup in Berlin gehabt und wir hatten dort ca. 40 Personen und ich würde schätzen so 40% Frauenanteil. Viele Damen kamen auch tatsächlich aus dem Female Meetup zum regulärem Meetup. (Im Vergleich zum Meetup davor mit insgesamt 2 Frauen). Es hat sich wohl rumgesprochen, dass wir doch nicht so eine Nerd-Veranstaltung sind ;-)

Was ich auch toll fand, war das Feedback einer Teilnehmerinn im Female Meetup, dass das reguläre Meetup sehr offen ist und auch Einsteigerfragen sehr geduldig und ernsthaft beantwortet werden, wie auch die Fortgeschrittenen Fragen <3. Das ist natürlich schön zu hören, weil uns dieser Punkt sehr wichtig ist.

Fazit

Als Fazit würde ich also sagen, dass das Female Meetup ein voller Erfolg war und das es nicht dazu zu einer Geschlechtertrennung in der WordPress-Community führt. Vielmehr sehe ich ihn als ersten Kontaktpunkt mit der WordPress-Community um die Community noch vielseitiger und bunter zu machen. 

 

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