Wie wechselnde Arbeitsplätze meine Produktivität steigern

Seit ich mich vor fünf Jahren selbstständig gemacht habe suche ich immer wieder nach Wegen meine Produktivität zu steigern, vor allem da ich in meiner Anfangszeit gefühlt sehr unproduktiv war und erst lernen musste auf eigene Faust zu arbeiten.

Zu Hause arbeiten

Um Geld zu sparen habe ich oft von zu Hause aus gearbeitet, was mir jedoch recht schwer fiel, da ich dort viele Ablenkungen hatte.
Es haben sich dann auch so Sachen eingeschlichen wie im Bett arbeiten, aber sind wir mal ehrlich – wirklich arbeiten tut man dort nicht.

In Cafés arbeiten

So habe ich mir angewöhnt in Cafés zu arbeiten und habe über die Jahre ein paar Lieblingscafés gefunden, in denen das Internet gut und die Laptops auf den Tischen willkommen sind.
Ich war dort wesentlich produktiver als zu Hause und fand auch den Austausch mit anderen Bloggern, Kreativen, Freelancern und anderen Selbstständigen sehr hilfreich. Auch der Weg ins Cafe, also zur Arbeit, hat mir sehr geholfen eine gewissen Trennung zum privaten und feste Arbeitszeiten zu etablieren.

Im Coworking-Space arbeiten

Als ich für einige Wochen dann in Las Palmas war, habe ich zum ersten Mal in einem Coworking-Space gearbeitet. Zuvor war ich dafür immer etwas zu geizig, dachte ich doch, ich könnte genauso gut in einem Café produktiv sein. Doch ich liebte das Cowkorking-Space und hatte einen sehr tollen und intensiven Austausch mit meinen Coworkern, von denen ich viel gelernt habe.
Vielleicht kennst du den Spruch „Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen die dich umgeben“?!?
Die Gespräche und gemeinsamen Mittagessen, haben mir wirklich nochmal einen Boost für meine Selbstständigkeit gegeben.

Was ich zudem wirklich toll fand, war die Gestaltung und die Atmosphäre. Alles war bunt und hell gestaltet. Mit Sitzsäcken und vielen kreativen Möglichkeiten und – natürlich nicht zu vernachlässigen, auch schnelleres Internet als überlicherweise in Cafés.

Daher habe ich mir fest vorgenommen auch in Berlin in einem Coworking-Space zu arbeiten und habe auch ein Tolles, ganz in meiner Nähe, gefunden.

Neue Strategie – Ein Bisschen von Allem

Doch nach ein paar Wochen, stellte ich fest, dass ich gar nicht mehr so produktiv war im Coworking-Space. Ich fing wieder an in Cafes zu arbeiten und bin wieder produktiver geworden.
So habe ich festgestellt, dass ich nach einer Weile am selben Ort, meine Kreativität und auch Produktivität nachlässt. Es wurde mir schlicht zu langweilig.

So ändere ich nun immer alle paar Tage meinen Arbeitsort und wechsle die Umgebung und bring ein wenig mehr Schwung in meine Arbeit. Es fällt mir dann viel leichter wieder in den Flow zu kommen und eine neue Perspektive einzunehmen. So arbeite ich nun die Hälfte der Zeit in einem Coworkingspace und die andere Hälfte in einem Café oder auch zu Hause.
Ich finde es auch toll, dass man so immer wieder auf neue Leute trifft, von denen man lernen kann und sich interessante Gespräche ergeben.

Ich habe auch je nach Aufgabe einen Lieblingsort zum Arbeiten. Will ich zum Beispiel einen Blogartikel schreiben, gehe ich lieber in ein Café, wo ein bisschen Trubel ist.
Arbeite ich an einer Webseite, gehe ich lieber in mein Coworkingspace, weil dort das Internet einfach besser und stabiler ist.
Will ich ein Tutorial-Video drehen arbeite ich lieber zu Hause, weil da die größte Ruhe herrscht.

Herausforderungen und Lösungen

1. Orte finden

Eine große Herausforderung ist natürlich erstmal Orte zu finden, an denen man gut arbeiten kann.
Ich habe viele tolle Tipps von anderen Freelancern und Bloggern bekommen, welche Cafés sich anbieten.
Auch die App „Work Hard Anywhere“ hat eine tolle Sammlung an Cafés in deiner Nähe, die fürs arbeiten geeignet sind..
Für Coworkingspaces empfiehlt sich die Googlesuche oder die Plattform Sharedesk  – ein Airbnb für Coworkingspaces.

Sobald du ein paar Orte gefunden hast, die dir gefallen und wo du gut arbeiten kannst, kannst du spontan entscheiden welcher Ort dir für deine Aufgabe und deiner Produktivität gerade am meisten zusagt.

2. Alles an einem Fleck

Ein weiteres Problem kann sein, dass du bestimmte Unterlagen brauchst, um zu arbeiten. Bei Aufgaben wie der Steuererklärung, wo man viele Unterlagen benötigt empfiehlt es sich diese zu Hause zu erledigen, es sei denn, du hast schon alles digitalisiert.

Ansonsten habe ich es mir angewöhnt eine kleine A5 Mappe immer dabei zu haben, wo meine wichtigsten Unterlagen drin sind (die ich nicht digitalisieren will). Optimal auch, wenn ich mal wieder spontan verreise, weil ich nur meine Mappe einpacken muss und sicher alles Wichtige dabei ist. Der Rest der Unterlagen wird digitalisiert.

Mit dieser Form des Arbeitens wird es mir nie zu langweilig und ich bleibe immer im Flow.

Wie arbeitest du am Besten? Tickst du ähnlich wie ich, oder bevorzugst du einen festen Arbeitsplatz? Und wo arbeitest du am liebsten? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

3 Antworten
  1. Sven Lennartz says:

    Hallo Maja,

    schöne Beobachtungen. Ich persönlich verstehe ja nicht, warum man in Cafes schreiben möchte. Einen ruhigen Ort finde ich adäquater. Einen Friedhof zum Beispiel ;-) In Freiburg gibt es da einen sehr schönen alten, der eigentlich fast ein kleiner Park ist. Aber die Grabsteine stehen noch. Vor Zombies muss man sich auch nicht fürchten, denn es gibt Engel dort. Es ist ruhig und luftig und schattig.

    Antworten
    • Maja says:

      Hej Sven,
      danke für deinen Kommentar. Ich persönlich kann an ruhigen Orten leider nicht schreiben. Habe damals zu Unizeiten probiert in der Bibliothek zu schreiben, aber es war mir einfach zu ruhig und jedes kleine Geräusch war dann so prägnant, dass es mich wieder rausgebracht hat. Da mag ich lieber den Geräuschbrei im Café. Aber da tickt ja jeder auch ganz unterschiedlich. Daher finde ich es auch so wichtig seine eigene Strategie zu finden, wo und wie man am Besten arbeiten kann.
      Friedhöfe liebe ich aber auch. Zwar nicht zum schreiben, dafür aber zum lesen. :-)

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  2. T-K says:

    Vielen Dank für deinen schönen Text. Er entspricht so sehr dem was ich auch schon erlebt habe.
    Persönlichkeitsentwicklung ist ein ständiger Prozess. Wer sich dafür interessiert lässt sich sehr schnell im Angebotsüberfluss verlieren. Und selbst wenn ein Ziel erreicht ruft doch gleich das nächste.

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