Wie viel kostet eine WordPress Webseite

Wie viel kostet eine WordPress-Seite

Heute möchte ich mal das Geheimnis lüften wie viel eine WordPress-Webseite kostet und für welche Komponenten du Geld einplanen solltest.

WordPress.org kannst du kostenlos verwenden, da es ein Open Source Programm ist. Das bedeutet, dass dahinter eine Community steht, die WordPress weiterentwickelt, pflegt, übersetzt usw. Aus diesem Grund kannst du WordPress kostenlos verwenden – auch für kommerzielle Zwecke.

Es gibt jedoch ein paar Komponenten, für die du Geld einplanen solltest.

Domain

Du brauchst natürlich zu deiner Webseite eine Domain. Domains haben unterschiedliche Preiskategorien und je nach dem bei welchem Anbieter man sie registriert gibt es kleine Abweichungen. Aber im Allgemeinen kann man sagen:

  • eine .de Domain kostet um die 10€ im Jahr.
  • eine .com, .net und .org Domain kostet um die 15€ im Jahr
  • andere Domains wie .berlin sind teurer und kosten um die 40€ im Jahr

Sollte eine Domain bereits von jemand anderem gekauft worden sein, dann kann sie sehr viel mehr kostet. Daher suche dir am Besten eine Domain, die noch nicht belegt ist.
Falls du mehrere Schreibweisen deiner Domain haben möchtest, dann musst du dafür jede einzelne Domain registrieren. Also zum Beispiel www.hostel-berlin.de und www.hotelberlin.de

Server

Zusätzlich brauchst du einen Server, der dir die Datenbank und den Webspace zur Verfügung stellt. Wenn du eine kleine Webseite oder einen Blog betreiben möchtest, dann reichen in der Regel die kleinen Pakete der Hoster aus. Diese kosten um die 5€ im Monat.

Bei einigen Hostern bekommst du in diesem Paket mehrere Datenbanken, das bedeutet, du kannst mehrere Webseiten damit betreiben.

Bei all-inkl* bekommst du zudem 3 Domains inklusive. Das heißt das Geld dafür könntest du dir auch sparen.

Theme

Es gibt viele kostenlose Themes für WordPress, sowie auch viele kostenpflichtige Themes. Man hört manchmal, dass man als professioneller Blogger kein kostenloses Theme nehmen sollte – aus meiner Ansicht völliger Quatsch.

Die Hauptquelle für kostenlose Themes ist wordpress.org/themes. Jedes Theme, dass du hier herunterladen kannst, wurde von Entwicklern geprüft und der Code ist sauber und entspricht dem WordPress-Kodex. Das heißt es ist kompatibel mit WordPress und Plugins.
Solltest du Support benötigen, so kannst du zum einen den Entwickler des Themes fragen oder aber auch im Support Forum von WordPress. Daher spricht nichts gegen ein kostenloses Theme, wenn dir das Design gefällt.

Für kostenpflichtige Themes gibt es unterschiedliche Quellen. Eine der größten ist Themeforest* und Creative Market, aber auch auf den Seiten der Entwickler kann man Themes kaufen, zum Beispiel von Elmastudio.

Themes liegen in einer Preisspanne von 20€ bis 80€, wobei der Durchschnitt bei ca. 50€ liegt. Dies wird in der Regel einmalig fällig. Wenn man über Themeforest kauft, dann wird nur für die ersten sechs Monate Support gegebenen. Für 12 weitere Monate kostet der Support um die 12€, was ich aber völlig okay finde.

Was du jedoch versuchen solltest zu vermeiden ist ein Theme, dass du jedes Jahr bezahlen musst.

Wie du ein Theme findest, kannst du in dem Artikel „Wie du das richtige WordPress Theme findest“ nachlesen.

Premium Plugins

Die meisten Plugins für WordPress sind kostenlos. Es gibt jedoch ein paar Premium-Plugins die kostenpflichtig sind.

Die Preise sind sehr unterschiedlich und abhängig von der Funktion und dem Funktionsumfang, daher kann ich dir dazu leider keine allgemeine Antwort geben.

Die üblichen Plugins sind jedoch kostenlos. Erst bei spezielleren Funktionen braucht man in der Regel Premium-Plugins. Manchmal gibt es auch eine free Version und eine Premium Version eines Plugins.

Die üblichsten kostenpflichtigen Plugins sind vermutlich:

Extra-Services und Tools

Ein weiterer Kostenfaktor können Programme und Tools sein, die du verwenden möchtest. Zum Beispiel ein Programm um deine Bilder zu bearbeiten, Videos zu schneiden, Newsletter zu schreiben oder dich besser zu organisieren. Diese können ebenfalls kostenpflichtig sein.
Eine Liste der wichtigsten Tools für WordPress kannst du dir in meiner Ressourcen-Liste ansehen.

Lizenzen

Auch Lizenzen für Bilder, Schriften oder Musik, die du auf deiner Webseite verwenden möchtest solltest du zu Begin mit einkalkulieren. Wie groß dieser Kostenfaktor ist, ist aber sehr individuell. Kalkuliere daher einfach ein kleines Puffer ein.

Wissen, Lernen und Veranstaltungen

Um eine Webseite zu starten muss man viel Neues lernen. Über WordPress, SEO, Marketing, Social Media, Bildbearbeitung, Videoschnitt, Contenterstellung usw.  Sehr viel Wissen gibt es mittlerweile kostenlos im Netz. Doch den ein oder anderen Onlinekurs habe ich mir dennoch zugelegt und auch auf Konferenzen, Meetups und Workshops lernt man sehr viel dazu. Manchmal sind diese Veranstaltungen kostenlos, manchmal kosten sie etwas. Wie viel du dafür ausgeben möchtest liegt natürlich bei dir.

Kostenkaltulation:

Wir haben also folgende Kostenpunkte für eine Webseite:

Was Preis Turnus
Domain 10€ – 15€ (wenn nicht inklusive im Server) jährlich
Server 5€ monatlich
Theme kostenlos oder zwischen 20€ und 70€ einmalig
evtl. Themesupport im Jahr drauf 12€ jährlich
evtl. Premium Plugins unterschiedlich  
evtl. Services und Tools unterschiedlich  
Lizenzen unterschiedlich  
Wissen, Lernen und Veranstaltungen unterschiedlich  

Beispiel 1: Blog

Angenommen du möchtest einen Blog starten mit folgenden Punkten:

  • Server (5€ im Monat)
  • 2 Domains (im Server inklusive bei All-inkl*)
  • Premiumtheme (50€ bei Themeforest*)
  • einen kleine Newsletterliste bei Mailchimp (kostenlos)

Dann müsstest du im ersten Jahr um die 110€ ausgeben um eine Webseite online zu haben. Hinzukommen könnten hier Kosten für Programme, Tools, Lizenzen und Weiterbildung.

Beispiel 2: Onlineshop

Ein weiteres Szenario wäre zum Beispiel ein Onlineshop.

Dann müsstest du im ersten Jahr 499€ ausgeben.
Hinzu kommen dann noch die Kosten für weitere Programme, Services, Lizenzen, Weiterbildung und eventuelle Freelancern, wenn du etwas outsourcen möchtest.

Wie du siehst, sind die Kosten sehr stark davon abhängig was du machen möchtest, wie groß deine Webseite ist und wie viel du bereit bist auszugeben. Man kann mit sehr wenig Geld schon eine gute Webseite starten.

 

Zeitlicher Faktor

Was man bei den finanziellen Überlegungen jedoch auf keinen Fall außer Acht lassen sollte ist der zeitliche Aufwand. Eine Webseite kostet Zeit und Liebe, wenn sie erfolgreich sein will. Denn zuerst einmal muss man sie einrichten, erstellen und gestalten und dann will sie gut gepflegt werden mit Updates und vor allem frischen Inhalten.

Daher – eine WordPress-Seite kostet nicht viel Geld. Jedoch kostet ein Blog sehr viel Zeit und Energie. Wenn es dir aber ein Herzensanliegen ist, dann ist die Motivation und die Liebe zu deinem Projekt sicherlich vorhanden.

 

 

7 Antworten
  1. Urs says:

    Hi Maja
    Danke für diese Aufstellung. Ich denke vielen Bloggern ist nicht klar, wieviel Zeit kostet. Und Zeit ist doch das Wichtigste um einen Blog zu betreiben. Wenn ich meine Zeit berechnen würde als Stundenansatz (wie viel verdient ein Semi-Professioneller Texter?) dann würde ich bereits unter Palmen am Strand liegen und das Leben geniessen.
    VG, Urs

    Antworten
    • Maja says:

      Da hast du Recht. Der Zeitfaktor ist auf jedenfall der Teil wo man sich Gedanken drüber machen sollte, ob man einen Blog stemmen kann.

      Antworten
  2. Prajakta says:

    Hallo Maja,
    vielen Dank für diesen umfangreichen Artikel. Du hast fast alle Kosten gut zusammengefasst. Was du vielleicht vergessen hast sind die Kosten für die fortlaufende Wartung, Aktualisierung und Absicherung von WordPress. Das darf man nicht vergessen, glaube ich. Stimmt, oder?
    Herzliche Grüße
    Prajakta

    Antworten
    • Maja says:

      Liebe Prajakta,

      danke für deinen Kommentar. Die Wartung, Absicherung und Aktualisierung ist natürlich ein Zeitfaktor den man mit einkalkulieren muss. Einen Kostenpunkt hat es bei mir bisher nicht verursacht, außer man benutzt ein kostenpflichtiges Plugin, dass man regelmäßig bezahlen muss um Updates zu bekommen.

      Hast du das gemeint?

      Liebe Grüße,
      Maja

      Antworten
  3. Sascha Thattil says:

    Sehr interessant geschrieben.

    Wenn man sich die Zeit nimmt, dass Ganze selbst umzusetzen, dann kann man es wie im Beitrag beschrieben machen.

    Besonders die Themekonfigurierung wird einiges an Zeit benötigen. Ausser man nutzt eine XML Datei, welche bereits ein Gerüst vorgibt und welches man hochladen kann.

    Bei den Themes lohnt es sich sicherlich die von Dir genannten 20 bis 70 Euro zu investieren.

    Wenn man es jedoch extern machen lässt, braucht das Ganze zirka 20 bis 40 Stunden, welche berechnet werden. Das kann gut sein, meistens werden dabei Sachen wie SEO, Conversion Rate Optimierung und ähnliche beachtet.

    Was ich auch oft gesehen habe, ist das ein individuelles Design benötigt wird. Viele wollen sich halt nicht an die Templates richten. Dann wird es bereits aufwendiger, zum Beispiel die Photoshop Dateien zu erstellen, dass Ganze in HTML und CSS umzuwandeln und dann in WordPress einzubauen.

    Auch Produktkonfiguratoren sind eine tolle Geschichte. Aber hier braucht ein professioneller Programmierer auch mehr Zeit. Auch diese Investion kann sich lohnen.

    Danke für Deinen tollen Beitrag. Ist definitiv eine gute Anleitung.

    Viele Grüsse
    Sascha Thattil

    Antworten

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